Großes Beerenspalier geschnitten und formiert

An einem sonnigen milden Sonntag im Januar haben wir uns zu siebt an das lange Spalier mit Himbeeren und Brombeeren gemacht.

Obst1

Als erstes die Himbeeren: abgestorbene Ruten rausgeschnitten, viele Ausläufer an und auf den Wegen ausgegraben, die neuen Triebe an das Spalier geheftet. Genauso Rubus occicentalis, ihr wisst schon: die Haribo-Brombeere.

Obst2

Nach der Mittagspause - mit kleinem Sektimbiss zum neuen Jahr! - haben wir uns an die Brombeeren gemacht. Kerstin hatte uns schon vorgewarnt: so was Stacheliges! Die Dornen piksen problemlos durch fast alle Handschuhe. Drei Ruten pro Pflanze bleiben stehen, der Rest wurde weggeschnitten und rausgezogen, z.T. sehr lange und starke Ranken. Die neuen Triebe wurden ebenfalls angeheftet. Nachdem wir das Spalier durch hatten, lagen riesige Haufen von Ranken am Boden - das Spalier fast nackt. Aber so sei es richtig, sagt Michel.

Obst3

Das Schnittgut hat er inzwischen weggefahren, den Boden durchgefräst und frischen Mist aufgebracht - wir sehen einer neuen Ernte entgegen.

Obst4

Die Himbeer- und Brombeerausläufer sind in Eimern eingeschlagen, Michel gibt gern welche ab.

Für den Johannisbeer-Schnitt blieb nicht mehr genug Zeit übrig, das ist auch sehr viel schwieriger. Schwarze Johannisbeeren tragen am einjährigen Trieb, rote am Übergang vom zweijährigen zum einjährigen. Oder umgekehrt? Alle Sträucher, ob rot oder schwarz, werden kräftig ausgelichtet, die besten Triebe bleiben stehen, bis zu neun pro Pflanze nach Lehrbuch - sehr oft sind es aber ein paar mehr. Es ist sehr viel zu beachten, z.B. was sind die besten Triebe? Also das ist wirklich nicht so einfach...

2 Replies to “Großes Beerenspalier geschnitten und formiert”

  1. aber woran erkennt man im winter (ohne früchte und ohne blätter), ob es schwarze oder rote jonannisbeeren sind?

    1. Mit wachsender Erfahrung kann man es am Aussehen erkennen, als Laie aber am einfachsten am Geruch.
      Man kann einen Trieb leicht durch die Handfläche gleiten lassen und daran riechen: Der Geruch der schwarzen Johannisbeere ist unverkennbar.

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