Solawi gegen Rechts!

Aus gegebenen Anlass möchte ich aus unserer Vereinssatzung zitieren:

"Ideen von Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus, Transphobie und anderen
Diskriminierungsformen haben bei uns keinen Platz."

Vor einigen Tagen hat eine rechtsextreme Partei, einen Artikel über die Solawi Malu auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Wir die Solawi Malu und alle ihre Mitglieder distanzieren uns von dieser und ähnlicher Parteien.

Bei uns darf jeder Mitglied werden! egal welche Nationalität, Hautfarbe oder sexuellen Vorlieben er hat. Auch interessiert es uns nicht welcher Partei man angehört, solange jeder den anderen akzeptiert und als Teil der Gemeinschaft anerkennt. Ist dies nicht gegeben, behält der Verein sich vor Mitglieder zu kündigen, um seine Satzung zu erfüllen.

Liebe Grüße Marko | Admin der Solidarischen Landwirtschaft

Erfahrungsbericht: Zucchini, Tomaten & Gurken pflanzen + Norbert – Astrid

Am Samstag, den 17.5 traf ich mich mit Doro und Michael gegen 8:20 Uhr am Hbf Mannheim, um mit der S-Bahn zu unserem (Doros und meinem) ersten Tag Feldarbeit bei der Solawi zu fahren. Wir hatten unsere Fahrräder dabei, was sich als sehr nützlich rausgestellt hat. So waren wir flexibel zwischen Hofladen, Feld und Bahnhof. Im Hofladen in Schifferstadt angekommen wurden wir gebeten, dass einer von uns den Hofladen betreut. Wir einigten uns, dass Michael das übernimmt. Doro und ich fuhren also mit Peter und seiner Schwester Teresa zum Feld, Michael betreute bis gegen 12 Uhr den Laden.

Auf dem Feld zeigte uns Peter zunächst, wie wir Zucchini-Jungpflanzen ins Freie pflanzen sollten. Ich war überrascht, wie sandig der Boden ist. Ich hätte nie gedacht, dass auf so einem Boden Gemüse wachsen kann. Anschließend pflanzten wir Tomaten und Gurken ins große Folienzelt. Die Sonne schien, so hatten wir geschätzte 30° C im Zelt. Die Tomatenpflanzen waren sehr empfindlich, man musste extrem vorsichtig sein, damit die jungen, zarten Pflanzen beim Einpflanzen nicht abknicken und nicht mehr zu gebrauchen sind. Die gepflanzten Tomaten und Gurken wurden noch mit der Tröpfchenbewässerung versorgt.

Mittlerweile war auch Michael am Feld angekommen. Gemeinsam deckten wir nun die zuvor gepflanzten Zucchini auf dem benachbarten Feld mit Flies ab. Kein leichtes Unternehmen, denn wir mussten aufpassen mit dem etwa 10m * 50m großen Flies nicht die jungen Zucchini-Pflanzen zu erdrücken.

Nun jäteten wir noch das reichlich vorhandene Beikraut im Zwiebel-Feld.

Es war mittlerweile ca. 15 Uhr und der Bauer Norbert kam zum Feld. Norbert verteilte großzügig Lob für unsere Arbeit und belohnte uns mit einem Rundgang über seine Felder und erklärte uns einiges über den Anbau nach Bioland-Vorgaben. Nun erfuhr ich auch, dass der sandige Grund mit drei Düngemitteln gedüngt wurde. Pferdemist, der 2 Jahre gelagert sein muss, Pelletts aus Schweineborsten und einem dritten, den ich vergessen habe. Norbert gab uns Messer und eine Kiste und forderte uns auf, uns am Kräuterbeet zu bedienen.

Er zeigte uns den Druckminderer für die Tröpfchenbewässerung, Folienzelte mit Paprika, Auberginen und Zucchini und weitere Gemüsefelder.

Anschließend fuhren wir nochmals zum Hofladen, wo wir auch Norberts Pferde kennenlernen durften. Wir vesperten im Laden, Norbert gab Käse, Paprika, Getränke etc. aus. Zum Schluss durften wir uns noch Salat, Rhabarber, Artischocken und Mangold mit nach Hause nehmen. Schwer beladen machten sich Michael, Doro und ich uns also auf den Heimweg.

Es war ein sehr schöner und lehrreicher Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass ich an nur einem Tag so viel über die Bio-Landwirtschaft lernen kann. Der erste Rhabarberkuchen mit Rhabarber der Solawi ist auch schon fast komplett verzehrt. Ich werde wiederkommen und freue mich darauf.

Astrid

Erfahrungsbericht: Folientunnel & Interviews – Katharina

Liebe Solawis,

letzten Samstag (10.05.) sind wir (Vita, Michael und Katharina) zu Norberts Feld am Wasserturm gefahren, um zusammen mit Peter den großen Folientunnel wieder herzurichten.

The mission.
The mission.

 

The mission_2
The mission_2

 

A vision?
A vision? – Vita & Katharina.

Es war nicht ganz einfach die Folie Stück für Stück über das große Gerüst zu ziehen,

The doing. - Vita, Katharina & Peter.
The doing. – Vita, Katharina & Peter.

aber mit vereinten Kräften schafften wir es schließlich.

Norbert möchte dort nächste Woche die Tomaten- und Gurkenpflanzen einpflanzen.

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The result.
The result.

Im Anschluss jäteten wir noch das Unkraut in 2 Beeten

um die Frühlingszwiebeln

The result - inner life.
The result – inner life.

und machten ein schönes Picknick bei Regen im Folientunnel.

Als wir fertig waren bekamen wir noch Besuch von einem SWR-Reporter, der einen kleinen Beitrag zum Solawi-Projekt macht. (SWR Radiobeitrag)

The result - inner sights.
The result – inner sights.

 

The interviews. - Katharina, Martin Gärtner (SWR), Vita.
The interviews. – Katharina, Martin Gärtner (SWR), Vita.

Insgesamt hatten wir einen schönen Samstag mit viel Spass und guten Gesprächen.

Katharina

Solidarität auf dem Acker

Artikel über uns erschienen im Mannheimer Morgen:

Solidarität auf dem Acker

MANNHEIM. Pferdefleisch in der Lasagne, Antibiotika im Huhn und gespritztes Gemüse - wer heute beim Gang durch den Supermarkt eher misstrauisch in seinen Einkaufwagen blickt, ist längst kein einsamer "Öko" mehr. Nicht ohne Grund. Selbst Bio-Lebensmittel haben ihren guten Ruf in letzter Zeit zum Teil eingebüßt. mehr...

Artikel erschienen im Mannheimer Morgen am 10.05.2014 geschrieben von Daniil Kushnerovich

Erfahrungsbericht: Das Ende der Rettiche & Zwiebeln im Dschungel – Michael

Sa. 26.04.2014 Das Ende der Rettiche & Zwiebeln im Dschungel

Am Sa. brach ein wiederum neu gemischtes Feldeinsatzteam um Rita, Dario & Rossana, Schnupperin (!) Steffi und Michael um 09:04 Uhr mit der S-Bahn von MA nach Schifferstadt auf.

Der Regen hatte sich erfreulicherweise bis zu unserer Ankunft bei Norberts Hofladen verzogen, sodass der Einsatz verheißungsvoll trocken zu werden schien. In Schifferstadt gab´s einen 1x im Jahr stattfindenden Markt im Zentrum, wo wir Frau Eckel, Sohn Dominik und Peter beim Standaufbau trafen – Norbert standierte bereits wie immer samstäglich in Neustadt.

Peter war gebrieft und nahm Dario & Rossana im Transporter mit zum Feld “Am Wasserturm” – Rita, Steffi und ich radelten den kurzen Weg dorthin.

Die Mission:

  • im Folientunnel 2 (FT2) die Rettiche abernten
  • FT1 & FT2 umgraben
  • einZwiebelbeet entkrauten

Also gings zum Start mit allen verfügbaren Kräften in den FT2 an die Rettiche.

 

FT2_Rettiche in der Aberntung durch Rossana, Dario, Steffi, Rita
FT2_Rettiche in der Aberntung durch Rossana, Dario, Steffi, Rita

 

FT2_Rettiche abgeerntet
FT2_Rettiche abgeerntet

 

 

 

FT2_Rettiche
FT2_Rettiche

 

 

 

2014-04-26 FT2_Rettich Schuhgröße 42
2014-04-26 FT2_Rettich Schuhgröße 42

Wir waren überrascht und etwas schockiert als wir von Peter erfuhren, dass die abgeernteten Rettiche nicht mehr gut sind und kompostiert werden – Vorgabe von Norbert.

Peter erklärte uns, dass wenn das innerste Kraut der Rettiche zu groß wird, die Rettiche nicht mehr gut sind (holzig, etc.) .

Dies kam durch die warmen Temperaturen in der letzten Zeit – die Rettiche “schossen ins Kraut”.

Zwiebelfeld - Steffi & Rita ent-unkrauten, Dario & Rossana geben Tipps ,-)
Zwiebelfeld – Steffi & Rita ent-unkrauten, Dario & Rossana geben Tipps ,-)

Rita und Steffi begannen danach die “Entdschungelung” eines der Zwiebelbeete. Dieses war gegen Frost mit Vlies und Folie abgedeckt gewesen und durch die warmen Tage entwickelte sich darunter auch weiteres Kraut prächtig.

Zwiebelsuche im Unkrautdschungel
Zwiebelsuche im Unkrautdschungel

Das war filigrane Präzisionsarbeit – sehr aufwendig.

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Währenddessen betätigten Dario und ich uns beim robusten Umgraben des ersten Folientunnels – teilweise mit einem antik anmutenden Spaten (durchgerostet) und einer Schaufel, die für Umgrabarbeiten nicht optimal ist.

 

 FT1_vormals Rettiche, jetzt umgegraben (Dario & Michael)
FT1_vormals Rettiche, jetzt umgegraben (Dario & Michael)

 

 FT1_subtropische Arbeitstemperatur (35°C ca. 12h)
FT1_subtropische Arbeitstemperatur (35°C ca. 12h)

 

 FT2_endgeerntetes Rettichfeld, umgegraben durch Peter
FT2_endgeerntetes Rettichfeld, umgegraben durch Peter

 

Peters Professionalität schlug sich im Arbeitsgeschwindigkeitsvergleich nieder – er grub den FT2 in gleicher Zeit wie Dario & ich  den FT1 um. 🙂

 

 

 

 

Am Ende des Einsatzes:

Zwiebelfeld am Ende des Feldeinsatzes
Zwiebelfeld am Ende des Feldeinsatzes

 

Und die Vorschau:

 

FT3_bereits gepflanzte Zucchini
FT3_bereits gepflanzte Zucchini

 

 

 

 

 

Und hier kommen die ersten Ernten her:

 

Rhabarberfeld
Rhabarberfeld

 

Rhabarberfeld_Reihe
Rhabarberfeld_Reihe

 

Bevor wir das Feld verließen, nahmen wir uns noch einige Rettiche für das Post-Feldarbeitspicknick mit, welches Dario, Rossana, Rita und ich in einer schattigen Nische des Schifferstadter Jahresmarktes genossen – Steffi hatte den Heimweg gen Mannheim angetreten.

Danach saßen wir mit dem heimgekehrten Norbert im Hofladen zusammen, um uns auszutauschen und offene Punkte zu besprechen.

Wir erreichten mit einigem Gemüse Mannheim ca. 16:30h….welch ein Feldarbeitstag!

Mich hat besonders gefreut, dass Steffi zum Schnuppern gleich in einen vollen Feldeinsatz gegangen ist – sie meinte, dass es ihr gefallen hat. Die Chancen für einen Solawi-Beitritt stehen gut 🙂

Michael