Erfahrungsbericht: Regen & Sonne – Tine

Am Samstag, den 12.07.14, machten wir uns zum ersten Mal auf den Weg
nach Schifferstadt um Norbert und Peter zu unterstützen.

Mit Fahrrädern und Picknick kamen wir auch um 9.00 Uhr am Hofladen an. Wir, das waren
an diesem Tag Michael und Anton, sowie wir beide Solawi-Neulinge Tine und Dana. Zuerst ging es mit Peter zum Feld “Maurerweg”. Dort jäteten wir zunächst Beikraut.

Als es dann regnete, beschloss Peter mit uns zum Feld “An den Bleichwiesen” zu fahren und im Gewächshaus weiterzuarbeiten.

Hier mussten Gurken und Tomaten hochgebunden werden und ebenfalls von Beikraut befreit werden. Nach einer kurzen Pause, in der Peter uns leider verließ, gingen wir wieder ans Jäten. Nun waren die Bohnen neben dem Gewächshaus an der Reihe.

Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite.

Hoch auf dem hölzer´n Wa..ha..gen!
Hoch auf dem hölzer´n Wa..ha..gen!

Somit konnten wir nach getaner Arbeit unser reichhaltiges Picknick in vollen
Zügen genießen!

andererseits: Hoch auf dem hölzer´n Wa..ha..gen!
andererseits: Hoch auf dem hölzer´n Wa..ha..gen!

Vielen Dank an Anton, der uns mit der Ernte seiner Streuobstwiese und viel interessantem Fachwissen versorgte!

Ich habe den Tag sehr genossen und werde demnächst wieder dabei sein.

Tine

Die Strategie der krummen Gurken

Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um. Rund 260 Mitglieder teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Stadtnähe und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Die gesamte Ernte – ob gut oder schlecht, krumm oder gerade – wird auf alle Mitglieder verteilt. Ein konsequenter ökologischer Anbau, Saisonalität, 100% samenfeste Sorten, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung, sowie mit anpacken in der Landwirtschaft sind nur einige der vielen Merkmale des Projekts.
Dieser Dokumentarfilm gibt Einblick in die Motivationen und das Innenleben der Kooperative. Er zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen: Die Strategie der krummen Gurken

Den Film könnt ihr hier anschauen, kaufen, downloaden:

Quelle: http://www.cinerebelde.org/die-strategie-der-krummen-gurken-p-121.html

Kurzbericht: Gründerfest – Dario

Solawi gegen Rechts!

Aus gegebenen Anlass möchte ich aus unserer Vereinssatzung zitieren:

"Ideen von Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ableismus, Transphobie und anderen
Diskriminierungsformen haben bei uns keinen Platz."

Vor einigen Tagen hat eine rechtsextreme Partei, einen Artikel über die Solawi Malu auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Wir die Solawi Malu und alle ihre Mitglieder distanzieren uns von dieser und ähnlicher Parteien.

Bei uns darf jeder Mitglied werden! egal welche Nationalität, Hautfarbe oder sexuellen Vorlieben er hat. Auch interessiert es uns nicht welcher Partei man angehört, solange jeder den anderen akzeptiert und als Teil der Gemeinschaft anerkennt. Ist dies nicht gegeben, behält der Verein sich vor Mitglieder zu kündigen, um seine Satzung zu erfüllen.

Liebe Grüße Marko | Admin der Solidarischen Landwirtschaft

Erfahrungsbericht: Zucchini, Tomaten & Gurken pflanzen + Norbert – Astrid

Am Samstag, den 17.5 traf ich mich mit Doro und Michael gegen 8:20 Uhr am Hbf Mannheim, um mit der S-Bahn zu unserem (Doros und meinem) ersten Tag Feldarbeit bei der Solawi zu fahren. Wir hatten unsere Fahrräder dabei, was sich als sehr nützlich rausgestellt hat. So waren wir flexibel zwischen Hofladen, Feld und Bahnhof. Im Hofladen in Schifferstadt angekommen wurden wir gebeten, dass einer von uns den Hofladen betreut. Wir einigten uns, dass Michael das übernimmt. Doro und ich fuhren also mit Peter und seiner Schwester Teresa zum Feld, Michael betreute bis gegen 12 Uhr den Laden.

Auf dem Feld zeigte uns Peter zunächst, wie wir Zucchini-Jungpflanzen ins Freie pflanzen sollten. Ich war überrascht, wie sandig der Boden ist. Ich hätte nie gedacht, dass auf so einem Boden Gemüse wachsen kann. Anschließend pflanzten wir Tomaten und Gurken ins große Folienzelt. Die Sonne schien, so hatten wir geschätzte 30° C im Zelt. Die Tomatenpflanzen waren sehr empfindlich, man musste extrem vorsichtig sein, damit die jungen, zarten Pflanzen beim Einpflanzen nicht abknicken und nicht mehr zu gebrauchen sind. Die gepflanzten Tomaten und Gurken wurden noch mit der Tröpfchenbewässerung versorgt.

Mittlerweile war auch Michael am Feld angekommen. Gemeinsam deckten wir nun die zuvor gepflanzten Zucchini auf dem benachbarten Feld mit Flies ab. Kein leichtes Unternehmen, denn wir mussten aufpassen mit dem etwa 10m * 50m großen Flies nicht die jungen Zucchini-Pflanzen zu erdrücken.

Nun jäteten wir noch das reichlich vorhandene Beikraut im Zwiebel-Feld.

Es war mittlerweile ca. 15 Uhr und der Bauer Norbert kam zum Feld. Norbert verteilte großzügig Lob für unsere Arbeit und belohnte uns mit einem Rundgang über seine Felder und erklärte uns einiges über den Anbau nach Bioland-Vorgaben. Nun erfuhr ich auch, dass der sandige Grund mit drei Düngemitteln gedüngt wurde. Pferdemist, der 2 Jahre gelagert sein muss, Pelletts aus Schweineborsten und einem dritten, den ich vergessen habe. Norbert gab uns Messer und eine Kiste und forderte uns auf, uns am Kräuterbeet zu bedienen.

Er zeigte uns den Druckminderer für die Tröpfchenbewässerung, Folienzelte mit Paprika, Auberginen und Zucchini und weitere Gemüsefelder.

Anschließend fuhren wir nochmals zum Hofladen, wo wir auch Norberts Pferde kennenlernen durften. Wir vesperten im Laden, Norbert gab Käse, Paprika, Getränke etc. aus. Zum Schluss durften wir uns noch Salat, Rhabarber, Artischocken und Mangold mit nach Hause nehmen. Schwer beladen machten sich Michael, Doro und ich uns also auf den Heimweg.

Es war ein sehr schöner und lehrreicher Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass ich an nur einem Tag so viel über die Bio-Landwirtschaft lernen kann. Der erste Rhabarberkuchen mit Rhabarber der Solawi ist auch schon fast komplett verzehrt. Ich werde wiederkommen und freue mich darauf.

Astrid