Erfahrungsbericht: Zwiebeln stecken – Vita

Sa. 29.03.2014 Zwiebeln stecken

Feldarbeitsteam 1- Vita, Gudrun, Marko, Peter
Feldarbeitsteam 1- Vita, Gudrun, Marko, Peter

Liebe Mitsolawis,

Gestern durften wir bei strahlendem Sonnenschein Zwiebeln stecken.

Das Zwiebelfeld am Wasserturm
Das Zwiebelfeld am Wasserturm

Um 8.31 ging es vom Bahnhof aus los Richtung Schifferstadt. Bei unserem Bauern angekommen, wurden wir nach einem kleinen Pläuschchen mit Norberts Frau zum Feld begleitet.

Norbert konnte leider nicht persönlich dabeisein, hat uns aber seinen Vorarbeiter Peter zur Seite gestellt. Peter hat uns erklärt, wie wir die kleinen Zwiebeln in den vorbereiteten Boden stecken müssen.

Feldgespräch - Peter & Gudrun
Feldgespräch – Peter & Gudrun

Mit vereinten Kräften haben wir dann ganze 2 mal 3 Reihen geschafft. Wie man auf den Fotos sieht, stand uns auch Gudruns Hund Chili stets tatkräftig zur Seite ;).

Präzisionsarbeit - Vita
Präzisionsarbeit – Vita
Arbeitsbesprechung - Vita, Hündin Chili, Marko, Gudrun
Arbeitsbesprechung – Vita, Hündin Chili, Marko, Gudrun

Natürlich haben wir uns auch Zeit genommen zum Pausieren und Philosophieren,

Have a break!
Have a break!

aber dank “systemischer” Teamarbeit haben wir unsere Reihen pünktlich fertig bekommen. Insgesamt eine tolle Erfahrung, die ich jedem Solawi sehr empfehlen kann.

Feldarbeitsteam 2 - Vita, Gudrun, Michael, Peter (finde 10 Unterschiede!)
Feldarbeitsteam 2 – Vita, Gudrun, Michael, Hündin Chili, Peter (finde 10 Unterschiede!)

Erfahrungsbericht: Rettich & Rhabarber – Michael

Sa. 15.03.2014 Himbeeren vs. Rettich & Rhabarber

Liebe Solawis,

gestern am Sa. 15.03. stand angekündigt der große Arbeitseinsatz nach Norberts Rückkehr aus seinem Urlaub für´s Himbeerenpflanzen an.

Am Bahnhof in MA trafen Dario & Rossana, Jenny und Michael zusammen. Abfahrt nach Schifferstadt mit der S-Bahn um 09:04 Uhr.

Beim Hofladen eintreffend erfuhren wir von Dominik, seinem Sohn, dass Norbert auf seinem ersten Markttag in Neustadt ist. Ein kurzer Überraschungsmoment für uns.

Doch Norbert hatte alles geregelt. Sein Mitarbeiter Petr war instruiert. Nach kurzer Zeit der Neuorganisation fuhr uns Frau Eckel zum Feld.

Norbert hatte umdisponiert – vom Himbeerenpflanzen zum Wildkraut-/(Unkraut-?)jäten.

Uns standen 3 kleinere Folientunnel mit Rettich zur Bearbeitung. Das ging mit 4+1 Aktiven gut und war nicht viel, da die Rettiche nicht massiv verunkrautet waren.

Danach lag vor uns das riesige Rhabarberfeld. Hier waren die Rhabarberpflanzen freizuhacken. Petr hatte Gartengeräte für uns mitgebracht. Ich arbeitete mit einer neuen Hacke nachd „dänischer Bauart“ wie ich auf dem Stiel lesen konnte. Daneben gab´s Zughacken, einen Spaten und eine massivere wuchtige Hacke für Grassoden und andere Wurzelstöcke, die von Petr bedient wurde.

Jetzt stießen Alex und ihr Sohn Jakob, die separat mit dem Auto angereist waren, dazu und stürzten sich gleich ins Feld.

Bei trockenem, leicht windigem, aber sonst angenehmem Arbeitswetter, das nur einmal von wenigen Nieseltropfen und einem ganz kurzen Sonnenschein unterbrochen wurde, nahmen wir also intensiven Bodenkontakt auf.

Ich kann Euch stolz meine erste Blase am Daumengelenk in diesem Jahr von „richtiger“ Arbeit präsentieren!

In Norberts Unternehmens- und Arbeitsphilosophie des ruhigen und bewussten, aber nicht überfoderdenden Arbeitens, reiht sich auch Petr ein, der uns in seiner ruhigen, angenehmen Art zeigte was zu tun war.

Anekdotisch zu erwähnen ist die Szene in der Rossana voller Energie und Arbeitseinsatz mit der viel zu großen Hacke auf eine Rhabarberstaude losgeht, wobei Dario unter vollem Körpereinsatz und intensiven Unterscheidungserklärungen zwischen Beikraut und Rhabarber mehrfach die Rettung des Rhabarbers unternimmt. ;-))

Am Ende des Tages hatten wir zusammen 11 Reihen à ca. 100m Rhabarber gehackt.

Ich denke wir können hier „Therapeutische Bodenarbeit“ und „Meditatives Erdkontakten“ anbieten!

Alex, Jakob und Jenny fuhren per Auto nach MA zurück. Das ergab noch genau die Zeit  für eine nicht angekündigte Aktion – Dario war präpariert für „Guerilla-Gardening“ bei dem er in Rossana und mir sofort willige Komplizen fand. In Windeseile und vor dem Eintreffen unsere „Taxishuttles“ fanden 3 Tulpen und 3 Hyazinthen Eingang in den Eckelschen Boden. Bin gespannt, ob Ihr sie demnächst entdeckt!

Dann kam auch schon Frau Eckel zusammen mit Norbert, die uns dann zum Bahnhof fuhren.

Angenehm, angenehm und dabei einiges geschafft!

LG

Michael

IMG_0917 IMG_0920 IMG_0922 IMG_0923 IMG_0925 IMG_0928 IMG_0916

Erfahrungsbericht: Petra

Liebe Solawista,

nach dem Zwiebelstecken gestern bei den Gewächshäusern zeigte Norbert uns seine anderen Äcker. Bei Regen bleiben die Pferde im Stall, wir waren mit Auto unterwegs. Das Wasser stand tief auf den Feldwegen, sehr rutschiges Fahren, ich hatte Angst in einem Wasserloch steckenzubleiben. Auch auf den Feldern riesige Wasserlachen, manche fast ganz überschwemmt. Bis wir zu Norberts Land kamen, das lag da wie dunkler Samt - feuchtglänzend und schön, nicht eine einzige kleine Pfütze. "Ihr seht hier den Unterschied zwischen Agrarindustrie und Biolandbau", erklärte Norbert. Indem die Bauern mit ihren riesigen schweren Maschinen aufs Land fahren, verdichten sie den Boden - Folge: Regen kann nicht mehr abfließen, manchmal verfault die Ernte. So deutlich habe ich den Unterschied noch nie gesehen wie an diesem Tag.

Seine Jungpflanzen bezieht Norbert von einem großen Anzuchtbetrieb in Lustadt, wir können gern mitkommen. Er sät selbst nicht aus, mit den Jungpflanzen verschafft er seinen Pflanzen einen "Vorsprung" gegenüber dem Wildkraut, das schneller wächst und Salat, Sellerie usw. schnell überwuchern würde. Und für alle unsere Sämlinge von der Fensterbank, für die unsere Balkonkästen zu klein sind, hat er auch ein Plätzchen. Dario bringt seine Peperoni, ich ungefähr 100 Kürbis-Setzlinge von Scherers Butternut ...
So viele Eindrücke - der Alltag fiel von mir ab wie nichts.

Einen schönen Sonntag Abend wünscht euch

Petra