Wir haben uns glücklich gepflückt!

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Eifrig haben gestern 13 Solawistas Weißen Gänsefuß und Quecken rund um die Obststräucher und entlang des Zauns aus dem Boden gezogen und gerupft. Kornblumen, blühenden Raps und Phacelia haben wir zum Wohle der Bienen ausgespart. 

Im Anschluss ging es in den Garten. Überall leuchten rote und schwarze Beeren zwischen den Blättern. Die Sträucher wachsen so dicht und die Äste hängen so tief, dass man nur die Arme ausstrecken muss, um die leckeren Früchte zu greifen – wie im Paradies! Wir haben fleißig geerntet und genascht natürlich auch 😉 Himbeeren, Taybeeren, „Haribo-Beeren" und die ersten Johannisbeeren wanderten eine nach der anderen in unsere Schälchen. Dabei haben wir geplaudert und gelacht und uns über die Vision eines "essbaren Mannheims" ausgetauscht.

Glücklich und entspannt haben wir den Nachmittag ausklingen lassen und den fantastischen Rüblikuchen von Beate gekostet. Vielen Dank noch mal! Die Ernte war reichlich und so konnte jeder von uns ein Schälchen Beeren mit nach Hause nehmen. Mein Anteil blubbert gerade im Kochtopf und wird zu köstlicher Beerenmarmelade verarbeitet.

Rot, rot, rot ist unsere (Obst-) Farbe

Gefühlt 39 Grad, aber 7 (teils recht neue) Solawistas schreckte das nicht ab.
Unermüdlich buddelten sie knapp 2 Stunden lang Quecken aus dem sandigen, trockenen Boden rund um die noch jungen Beerensträucher. Es ergaben sich wie immer nette, interessante Gespräche untereinander und beim anschließenden Rundgang über den Obsthof mit Michel, durften wir nicht nur Johannisbeeren und Taybeeren ernten,
sondern auch schon während des Pflückens probieren. Mmh, einfach lecker!

Für einige war der Besuch auf dem Obsthof eine ganz neue Erfahrung. Das Erstaunen, wie die viele Arbeit von hauptsächlich zwei berufstätigen Menschen bewältigt werden kann, schwebt zumindest mir noch immer im Kopf herum. Unglaublich!

Etwa 2,5 kg Johannisbeeren und 750 g Taybeeren und ein schönes Glücksgefühl waren die Ausbeute eines ausgefüllten Mittags.

Ein weiterer Ernteanteil und wie es überhaupt dazu kommt

Liebe Solawistas,

letzte Woche gab es wieder reichlich Grün in den Depots!
Hier ein Foto vom Ernteanteil~ (die tatsächlichen Mengenangaben findet ihr weiter unten!)

 

Dass jedes Mitglied überhaupt frisches Gemüse in den Depots abholen kann, ist vor allem dem Einsatz unserer Ernte-AG zu verdanken, denn auf unseren Höfen und in der Gemeinschaft wird mehr und mehr deutlich, dass kleinbäuerlicher, nachhaltiger Ökolandbau im Anbau, Pflege, Ernte und auch in der Gemeinschaft eine breite Beteiligung braucht.

Ökolandbau -nach unserem Verständnis in den Solawis- ist vergleichsweise mehr Handarbeit. Die Gemeinschaft ist selbstverwaltet und organisiert sich eigenaktiv.

Unser Kooperationslandwirt Klaus Fix ist in seinem Bioland-Betrieb voll in der Umstellung von marktorientierten, wenigen Gemüsesorten in Masse hin zu kleinteiliger Bewirtschaftung und einer deutlichen Erhöhung der angebauten Gemüsesorten.
Und Kerstin & Michel Scherer haben auf ihrem Obsthof frisch eine neue Fläche hinzugewonnen, welche jetzt schon zu einem Teil mit neuen Obstgehölzen bebaut ist.

 

All das braucht fleißige Hände - vor allem, da die Solawi MA-LU zu Beginn dieses Gartenjahres mit knapp 200 Ernteanteilen und mehr als 200 GemeinschafterInnen einen Höchststand erreicht.

Nur gemeinsam kriegen wir alles angebaut, gepflegt und geerntet. Feldarbeit und Erntetage, Pflegeeinsätze, AGs, ... Was interessiert Dich? Wo möchtest Du Dich einbringen? Melde Dich: https://solawi-malu.de/kontakt/

 

Bis bald auf dem Feld, damit der Ernteanteil wieder so reichlich ausfällt!

Eure Solawi MA-LU

 


0,8 kg Kartoffeln
0,7 kg Lauch
3 stck Kohrabi
1 stck Kopfsalat
0,3 kg Schnittsalat
1 Schale Erdbeeren
1 Bd Schnittlauch

Die ersten Kirschen sind reif!

Am Sonntag, 20.5., fanden sich wieder 5 Solawistas plus unserem Sympathisanten aus Offenburg zu Pflegearbeiten auf dem Obsthof ein.

Wegen des leichten Regens brauchten wir uns nicht um die ewigen Quecken auf der neuen Anlage zu kümmern. Stattdessen ging es darum, den zu üppigen Fruchtbehang bei den Äpfeln zu reduzieren. Pro Büschel bestäubter Blüten mit Fruchtansatz sollten nur zwei Äpfel stehenbleiben. Diese beiden Früchte hätten dann gute Chancen, zu schönen Äpfeln auszureifen. Im Erwerbsanbau würde sogar nur ein Fruchtansatz gelassen, erklärte uns unser Obstbauer. Also mussten die hübschen kleinen Äpfelchen dran glauben und plumpsten zu Boden - bis zu drei pro Büschel! Jetzt hoffen wir mal, das der Rest gut gedeiht. Die Bäume machen das beim "Juni-Abwurf"  manchmal auch selbst, aber nun haben wir die schwächsten Früchte schon entfernt.

Danach haben wir an den alten Spalieren die neu ausgetriebenen diesjährigen Himbeer-, Taybeer- und Brombeertriebe hochgebunden. Diese Triebe werden im nächsten Jahr tragen und müssen nun schon sorgfältig behandelt werden.

Beim abschließenden Rundgang durch das Gelände -  es waren wieder ganz neue Solawistas dabei - stellen wir fest: die ersten Kirschen sind schon reif. Könnten noch ein wenig Sonne gebrauchen, dann werden sie noch süßer - nächsten Sonntag dürfte es soweit sein!

 

Bis dann liebe Grüße

PetraR

 

*Anm.: Das Foto zur Anschauung ist von Juni 2016. Schon damals gab es köstliche Kirschen für die Solawi vom Obsthof Scherer!

Pflegeeinsatz auf der Obstanlange – So. 13.05. – Kampf den Quecken

Heute versammelten wir uns zum wöchentlichen Pflegeeinsatz auf dem Rheinauer Obsthof unter einem bedrohlichen grauen Himmel – und stellten fest, dass es perfektes Wetter für die Feldarbeit war. Keine starke Sonne, kein Regen, und eine weiche, trockene Erde.. Also Motivation voraus zum Quecken entfernen!

Die dünnen Quecken sind garstige Gräser, die unseren Beerensträuchern Konkurrenz machen. Deshalb ging es ihnen mit Hacke & Hand an die Wurzel. Davon fühlte sich irgendwann auch der Labrador eines Solawi-Mitglieds inspiriert, der uns mit Grasabkauen tatkräftig unterstützte.

Mit geeinter Kraft von 8 Solawistas, unseren zwei Obstbauern und dem selbigen Labrador gingen die zwei geselligen Stunden, samt interessanter Gespräche über Privates und Solawi-Neuigkeiten, wie im Flug vorbei. Danke an alle Helfenden. 🙂

Beim Aufbrechen kam uns dann die Idee, dass ein*e Yoga-Lehrer*in auf dem Feld eine wirklich praktische Sache wäre (Interesse? Einfach Bescheid geben, wir nehmen Matten mit..), doch stellten ebenfalls fest, dass nach all dem Wurzelgraben nicht nur unsere Handschuhe und Hosen geerdet waren, sondern auch wir.

Bis bald auf dem Obsthof,

LauraW im Namen aller Helfenden