Mannemer Keschde – erstmals Esskastanien vom Obsthof

 

Esskastanien vom Obsthof

Zugegeben eine kleine Menge – aber herrlich anzuschaun: Die ersten Esskastanien, die der Obsthof an die Solawi abgeben konnte. Endlich hat ein bereits rund 20-jähriger Baum in diesem Jahr so viel Ertrag, dass ein paar Mitglieder mit seinen Früchten versorgt werden konnten. Während Esskastanien als „Zukunftsbäume“ auf Versuchsflächen im Rheinauer Dossenwald aufgeforstet werden, weil sie als hitze- und trockenheitsverträglich gelten, handelt es sich bei den Bäumen von Scherers um selektierte Fruchtsorten. Marigoule, Dorée de Lyon und Belle Epine bestechen durch überdurchschnittliche Fruchtgrößen. Weil sie genügsam und wenig anfällig sind, zugleich wertvolle spätblühende Trachtpflanzen für die Bienen, hat Michel in den letzten Jahren weitere Bäume gepflanzt sowie zuletzt rund 20 Sämlings-Unterlagen aufgeschult, die nach und nach veredelt werden sollen, eine Zukunftsinvestition, auch mit Blick auf die Solawi.

Leckere Marmelade zum Ernteabschluss

Mit dem Abschluss der Aronia-Ernte im September ist unsere Erntezeit auf dem Obsthof zu Ende gegangen. Das heißt aber nicht, dass wir nichts mehr zu tun haben – die Pflegearbeiten dauern noch den Herbst über an.

Die Beeren der „Aronia melanocarpa“ waren bisher eingefroren, da noch nicht ausreichend Gläser aus den Depots da waren. Die „schwarze Apfelbeere“ gehört übrigens zur Familie der Rosengewächse. Sie schmeckt herb-säuerlich und ist aufgrund ihres Blausäuregehalts nicht zum rohen Verzehr in größeren Mengen geeignet. Stattdessen haben Ursula und Petra sie jetzt mit Fallobst zu Aronia-Apfel-Marmelade im Reiterhaus verkocht.

„Kleine Feinheiten“ auf dem Obsthof

Die „Hoch-Zeit“ der großen Erntemengen neigt sich dem Ende entgegen. Die Himbeeren, Kirschen, Pflaumen, Trauben und Co. sind weitgehend geerntet. An Quitten, Kiwis und Birnen (und Johannisbeeren) ist sehr wenig oder leider gar nichts zu erwarten, denen hatte der Frost im Frühjahr zu sehr zugesetzt 🙁

So widmen wir heute unsere Aufmerksamkeit den „kleinen Feinheiten“, von denen wir euch ein paar zeigen möchten.

Die Konelkrische

Das sagt Michel, unser Obstbauer dazu: „Kornelkirschen sind eine Wildobstart, botanisch nicht mit Kirschen verwandt, sondern ein Hartriegelgewächs. Wir haben auf dem Obsthof Frucht-Selektionen dieser Obstart im Anbau, die Sorten “Kasanlaker” und “Jolico”. Sie tragen viel Vitamin C in sich. Man muss sie lange am Strauch lassen, bis sie dunkelrot sind und ihre Süße entwickeln – vorher schmecken sie zu streng, da sie viele adstringierende Stoffe in sich tragen. Probiert sie einmal – dann merkt ihr die „zusammenziehende“ Wirkung! Es lässt sich aus diesen Kirschen eine tolle Marmelade machen – oder sie wird wie „falsche Oliven“ eingelegt – es geht also auch salzig. Im Frühjahr stellt die frühblühende Kornelkirsche eine wichtige Trachtpflanze für Bienen dar.“

Wir sind der Meinung, sie sind eine Kostprobe wert. Leider reicht die Menge nicht für die Versorgung eines ganzen Depots – es mögen diejenigen zugreifen, die sie gerne einmal zubereiten und ausprobieren möchten. Aber wer die Augen offenhält, begegnet dieser Kirsche sicherlich auch anderswo.

Der Sanddorn

Auch diese Pflanze dürfte euch bekannt sein: der Sanddorn gedeiht wunderbar auf trockenen, sandigen Böden. Auch diese Beere hat einen hohen Vitamin C – Gehalt und wird häufig zu Marmeladen und Sirup verarbeitet.

-> Und noch ein paar weitere „kleine Feinheiten“ vom Obsthof 😉

„Apfelerntehelfer“ der besonderen Art – Die Pferde helfen sehr gern mit bei der Apfelernte. Sie sind aber nicht wirklich bereit, ihre Ernte mit uns zu teilen und futtern gleich alles auf, was auf dem Boden landet.
Wachteleier – Wir Obsterntehelfer kommen manchmal in den Genuss dieser kleinen, feinen Kostbarkeiten 🙂 Allein der Anblick ist immer wieder schön.
Minigurken – Kerstin meint dazu: „Diese kleinen, ca. zwei Zentimeter großen Gürkchen fallen einem im Vorbeigehen vom Strauch direkt in den Mund” 😉
Die zwei „neugierigen Neuen”
Und zum Schluss: so wunderbar kann Fallobst schmecken.

Interesse am Ernten und Pflegen auf dem Hof? Schau mal hier -> https://solawi-malu.de/obsternte/

Solidarische Grüße vom Obsthof

Rubus occidentalis = Haribo??

Was versteckt sich hinter „Rubus occidentalis“?

Zur Zeit können einige Depots die kleinen, dunklen Beeren namens „Rubus occidentalis“ genießen. Auch wenn sich diese runden Feinheiten nur ungern vom Strauch pflücken lassen, da die Dornen drum herum alles tun, um das zu verhindern, lohnt sich die Arbeit…diese feine Süße machen sie für einen „Zwischendurch-Genuss“ zu etwas Besonderem!

Und hier ein Grund, warum sie auch „Haribo-Beeren“ genannt werden:

Sofern ihr sie bereits gekostet habt, ist euch sicher auch aufgefallen, dass die kleinen Beeren eine geschmackliche Ähnlichkeit mit Haribos generell haben – ein weiterer Grund für ihren Spitznamen.

Impressionen der Kirschernte 2020

Bei herrlichem Sommerwetter haben wir in diesem Jahr die Kirschen geerntet 🙂

Zudem gab es wieder putzigen Nachwuchs zu bestaunen auf dem Obsthof: