Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Biokiste?

In der Solidarischen Landwirtschaft arbeitet der Landwirt nicht gewinnorientiert, denn es geht darum, die tatsächlich anfallenden Kosten zu decken. Dazu machen wir zu Jahresbeginn eine Finanzplanung, in der die Arbeit unseres Bauern mit einem angemessenen Gehalt berücksichtigt wird. Die Kosten teilen wir durch die Zahl der Mitglieder und erhalten damit den Richtwert für einen Anteil. Der Landwirt trägt nicht alleine das Risiko. Die Gemeinschaft teilt Risiko und Ertrag, da die Kosten auch in schlechten Jahren gedeckt sind. Fällt die Ernte besonders gut aus, gibt es mehr - in den Wintermonaten und bei schlechten Ernteerträgen kann es etwas weniger geben. Es gibt immer das, was gerade da ist.

Darüberhinaus kennst du in der Solawi den Erzeuger deiner Lebensmittel persönlich. Wir arbeiten mit unserem Landwirt zusammen und stimmen ab, was angebaut werden soll. Wer Lust hat, kann auf dem Feld mithelfen und sich so Wissen über den Anbau von Lebensmitteln und die Pflege von Boden und Erde (auch im übertragenen Sinn) aneignen (und erfahren, wieviel Arbeit eigentlich in so einer Möhre steckt).
Umgekehrt kennt der Landwirt auch die Abnehmer seiner Produkte, erfährt direkt die Wertschätzung für seine Arbeit und weiß, dass die Ernte ebenfalls wertschätzend verwendet wird.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass man sich bei der Solawi längerfristig dafür entscheidet, Mitglied zu bleiben. Als Mitglied schließt du mit der Gemeinschaft einen Vertrag für das laufende Wirtschaftsjahr ab. Dies bringt die so wichtige Planungssicherheit. Im "Notfall" lassen sich aber sicher auch Wege finden, vorzeitig auszutreten (z.B. in dem wir gemeinsam einen Tauschpartner für dich finden). Eine Biokiste ist also wie einkaufen und anliefern lassen. Bei der Solawi geht es um mehr: Du bist in einem gemeinschaftlichen Projekt direkt vor der Haustür beteiligt.

Kann ich noch mitmachen?

Sehr gerne! Mach jetzt mit!

Das neue Gartenjahr beginnt immer am 1. März. Wir nehmen zu diesem Zeitpunkt neue Mitglieder auf. Je früher du deinen Mitgliedsantrag ausfüllst und einreichst, desto besser können wir Anbau und Ernte planen, damit du sofort ab dem 1.3. Anteil an unserer Ernte nimmst.

Um in unseren Interessenten-Verteiler aufgenommen zu werden, kannst du dich schon vorab in den Newsletter eintragen!

Lass uns persönlich kennenlernen! Dazu kannst du zu unseren Plena dazustoßen, oder zu anderen Infoveranstaltungen kommen, die unter Termine zu finden sind. Vor jedem Plenum gibt es eine Infoveranstaltung!

Was erwartet mich, wenn ich mitmache?

Einen abzuholenden Ernteanteil mit knackigem Gemüse und Obst aus unseren Bauernhöfen jede Woche im Depot, lauter nette Menschen und glückliche Gärtner.

Was erwartet uns, wenn Du dabei bist?

Wie ist das mit dem Beitrag genau?

Unsere Vereinssatzung sieht vor, dass jedes Solawi-Mitglied den eigenen, persönlichen Mitgliedsbeitrag selbst einschätzt. Endgültig entscheidet die Mitgliederversammlung über Mitgliedsbeiträge. Die Zahlung kann auch in Teilbeträgen erfolgen.

Wir haben in den letzten Gartenjahren erfolgreiche Bieterrunden durchgeführt. Bei der Bieterrunde hat jedes Mitglied den eigenen Mitgliedsbeitrag selbst eingeschätzt. Die Summe aller Mitgliedsbeiträgen hat die Finanzierung unserer Höfe für das komplette Gartenjahr sichergestellt.

Was soll ich tun, wenn ich mitmachen möchte?

Wenn du mitmachen möchtest, kannst du uns vorher gerne kennenlernen. Dazu kannst du zu unseren Plena dazustoßen, oder zu anderen Infoveranstaltungen kommen, die unter Termine zu finden sind.

Wenn du eine persönliche Beratung und ein Kennenlerngespräch suchst und nur zu bestimmten Zeiten verfügbar bist, nimm bitte mit uns Kontakt auf.

Bist du schon fest entschlossen? Dann folge den Anweisungen hier: Jetzt mitmachen

Was kostet mich das Obst und Gemüse?

Nichts!

In diesem solidarischen Projekt zahlst Du nämlich nicht für das Gemüse - Du finanzierst kleinbäuerliche Landwirtschaft in Deiner Umgebung!

Damit: Nachhaltigkeit wie Umwelt-, Gewässer-, Tierschutz, Böden, …

Als "Nebenprodukt" teilen wir uns gemeinsam die Ernte - das sind alle Früchte des Bodens und über der Erde, die auf den von Dir gesicherten Flächen, mit von Dir gesicherter Arbeit der Menschen, wachsen.

Erntemengen sind nicht im Voraus abzusehen, geschweige denn zu garantieren. Du bekommst wieder einen saisonalen Rhythmus bei Gemüse und Obst mit, genauso wie alle Erfolge und Risiken, die bspw. durch Klima, Wetter, Umweltphänomene, entstehen.

Gemüse und Obst kann daher nicht "bepreist" werden, es hat keinen Preis mehr….den wirklichen Wert misst Du den Lebensmitteln jetzt bei!

Wie und wo sind die GemeinschafterInnen und die Depots verteilt?

Lohnt sich ein Einstieg in die Solawi finanziell?

Wir haben nicht ausgerechnet, ob es sich finanziell lohnt, bei der Solawi einzusteigen.

Die Solawi ist viel mehr, als ein finanziell günstiges Abenteuer. Es ist eine Gemeinschaft. Wir unterstützen uns gegenseitig. Wir feiern zusammen. Wir kennen uns und treffen uns mindestens einmal pro Woche. Wir ernten zusammen. Wir arbeiten ab und zu auf dem Feld zusammen. Wir wissen, woher unseres Obst und Gemüse herkommt. Wir wissen, wann geerntet wurde, und alles ist extrem frisch. Alles in Bio-Qualität! Wir entscheiden mit, was angebaut wird. Wir haben sehr besondere Obstsorten, die man auf dem Markt nicht bekommt. Wir beuten unsere Bauern nicht aus. Wir ernähren uns saisonal. Unsere Lebensmittel kommen nicht von weit weg, sie sind von hier. Wir arbeiten nachhaltig! Und wir bekommen jede Woche einen Teil der Ernte ohne ein Portemonaie dabei zu haben. Wir tragen die Höfe - die Ernte gibt es umsonst!

Für wie lange binde ich mich bei der Solawi?

Da unsere Bauern nicht nur während der Ernte Ausgaben haben und ein Einkommen benötigen, sondern das ganze Jahr, funktionieren wir als Solawi so, dass wir jahresweise die Bauern finanzieren.

Als Solawi-Mitglied musst du dich auch für ein ganzes Jahr verpflichten. Du kannst nicht 12 Wochen lang Solawi-Mitglied sein. Wenn du Mitglied bist, dann kannst du daher nur einmal im Jahr kündigen, und zwar zum Ende des Gartenjahres. Unterjährige Austritte sind jederzeit durch Stellung eines Ersatzmitglieds möglich, das zeitgleich eintritt.

Unsere Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Denn wir müssen planen können. Wir müssen wissen, ob wir für das nächste Jahr noch genug Mitglieder sind, um die Bauernhöfe weiterhin finanzieren zu können. Die Ausgaben von den Bauern sind kaum weniger, wenn wir weniger sind!

Welche Gemüsesorten werden angebaut?

Einen ersten Eindruck kann die Anbauplanung aus unserem Gartenjahr 2016-2017 geben.