Häufige Fragen

Im Gegensatz zu einer Biokiste, die Du kurzfristig abbestellen kannst und wo der Inhalt oft frei wählbar ist, wirst Du bei uns Mitglied und zahlst jeden Monat einen festen Beitrag. Dafür erhälst Du einen Anteil an der Ernte.

Bei der Solawi trägt nicht der Landwirt alleine das Risiko. Die Gemeinschaft teilt Risiko und Ertrag, da die Kosten auch in schlechten Jahren gedeckt sind. Fällt die Ernte besonders gut aus, gibt es mehr – in den Wintermonaten und bei schlechten Ernteerträgen kann es etwas weniger geben.
Es gibt immer das, was gerade da ist. Du kannst also nicht aussuchen, was Du bekommst.

Dafür kennst du in der Solawi den Erzeuger deiner Lebensmittel persönlich. Wir arbeiten mit unserem Landwirt zusammen und stimmen ab, was angebaut werden soll. Wer Lust hat, kann auf dem Feld mithelfen und sich so Wissen über den Anbau von Lebensmitteln und die Pflege von Boden und Erde (auch im übertragenen Sinn) aneignen (und erfahren, wieviel Arbeit eigentlich in so einer Möhre steckt).
Umgekehrt kennt der Landwirt auch die Abnehmer seiner Produkte, erfährt direkt die Wertschätzung für seine Arbeit und weiß, dass die Ernte ebenfalls wertschätzend verwendet wird.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass man sich bei der Solawi längerfristig dafür entscheidet, Mitglied zu bleiben.
Als Mitglied schließt du mit der Gemeinschaft einen Vertrag für das laufende Wirtschaftsjahr ab. Dies bringt die so wichtige Planungssicherheit.
Im “Notfall” finden wir aber eine Möglichkeit, vorzeitig auszutreten (z.B. in dem wir gemeinsam einen Tauschpartner für dich finden).

Eine Biokiste ist also wie einkaufen und anliefern lassen.
Bei der Solawi geht es um mehr: Du bist in einem gemeinschaftlichen Projekt direkt vor der Haustür beteiligt und finanzierst kleinbäuerliche Landwirtschaft in Deiner Umgebung.

Einen abzuholenden Ernteanteil mit knackigem Gemüse und Obst aus unseren Bauernhöfen jede Woche im Depot, lauter nette Menschen und glückliche Gärtner.

Nichts!

In diesem solidarischen Projekt zahlst Du nämlich nicht für das Gemüse – Du finanzierst kleinbäuerliche Landwirtschaft in Deiner Umgebung!

Als “Nebenprodukt” teilen wir uns gemeinsam die Ernte – das sind alle Früchte des Bodens und über der Erde, die auf den von Dir gesicherten Flächen, mit von Dir gesicherter Arbeit der Menschen, wachsen.

Erntemengen sind nicht im Voraus abzusehen, geschweige denn zu garantieren. Du bekommst wieder einen saisonalen Rhythmus bei Gemüse und Obst mit, genauso wie alle Erfolge und Risiken, die bspw. durch Klima, Wetter, Umweltphänomene, entstehen.

Gemüse und Obst kann daher nicht “bepreist” werden, es hat keinen Preis mehr….den wirklichen Wert misst Du den Lebensmitteln jetzt bei!

In der Solidarischen Landwirtschaft arbeitet der Landwirt nicht gewinnorientiert. Es geht darum, die tatsächlich anfallenden Kosten zu decken.
Dazu machen wir zu Jahresbeginn eine Finanzplanung, in der die Arbeit unseres Bauern und seiner Mitarbeitenden mit einem angemessenen Gehalt berücksichtigt wird.
Die Kosten teilen wir durch die Zahl der Mitglieder und erhalten damit den Richtwert für einen Anteil.

Unsere Vereinssatzung sieht vor, dass jedes Solawi-Mitglied den eigenen, persönlichen Mitgliedsbeitrag selbst einschätzt. Endgültig entscheidet die Mitgliederversammlung über Mitgliedsbeiträge. Die Zahlung kann auch in Teilbeträgen erfolgen.

Wir führen im Februar eine Finanzierungsrunde durch, in der jedes Mitglied für sich festlegt, wieviel es zu unserem Solawi-Budget beitragen kann und will. Der Beitrag kann also über oder unter dem Richtwert liegen.
Im Mittel müssen wir aber den Betrag erreichen, um die Anbaukosten decken zu können. Die Summe aller Mitgliedsbeiträge muss die Finanzierung unserer Höfe für das Gartenjahr sicher stellen.

Hinweis: Oft wird von “Bieterrunden” gesprochen. Wir wollen unsere Lebensmittel aber nicht zum günstigsten Preis ersteigern, sondern unseren Beitrag zum Erhalt einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft leisten.

Da Mitglieder, die unterjährig (also zum 1.7. oder 1.10.) beitreten, nicht an der Bieterrunde teilnehmen können, wird hier der Richtwert als Beitrag festgelegt.
Wenn dieser für Dich zu hoch ist, kannst Du den Vorstand ansprechen. Der Vorstand prüft, ob unser Budget Deine Mitgliedschaft auch bei einem geringeren Beitrag ermöglicht.

Es ist uns wichtig, dass alle interessierten Menschen sich eine Mitgliedschaft in unserer Solawi leisten können. Darum gilt der solidarische Ansatz nicht nur für unseren Landwirt, sondern auch unter den Mitgliedern:
In der jährlichen Finanzierungsrunde schätzt jede*r für sich ein, wieviel sie beitragen kann.
Wenn sich mehr zahlende und weniger zahlende Mitglieder die Waage halten, erreichen wir am Ende immer das benötigte Budget.

Der Richtwert für einen Anteil (Obst und Gemüse) liegt im Gartenjahr 2020/21 bei 984 EUR (82 EUR/Monat). Deinen persönlichen Beitrag bestimmst Du im Rahmen der Finanzierungsrunde selbst.
Der Beitrag kann auch in Raten (quartals- oder monatsweise) gezahlt werden.

Wir haben nicht ausgerechnet, ob es sich finanziell lohnt, bei der Solawi einzusteigen.

Die Solawi ist viel mehr als ein finanziell günstiges Abenteuer. Es ist eine Gemeinschaft.
Wir unterstützen uns gegenseitig. Wir feiern zusammen. Wir kennen uns und treffen uns regelmäßig. Wir arbeiten ab und zu auf dem Feld zusammen.
Wir wissen, woher unseres Obst und Gemüse herkommt. Wir wissen, wann geerntet wurde. Wir entscheiden mit, was angebaut wird.
Wir haben sehr besondere Obstsorten, die man auf dem Markt nicht bekommt.
Wir beuten unsere Bauern nicht aus.
Wir ernähren uns saisonal.
Unsere Lebensmittel kommen nicht von weit weg, sie sind von hier. Wir arbeiten nachhaltig!
Und wir bekommen jede Woche einen Teil der Ernte ohne ein Portemonnaie dabei zu haben.

Wir tragen die Höfe – die Ernte gibt es umsonst!

Unsere Solawi ist ein ehrenamtlich organisierter Verein. Die vielen Arbeiten rund um die Vereinsverwaltung, Depotpflege, Öffentlichkeitsarbeit usw. sowie gelegentliche Einsätze auf dem Feld werden von allen gemeinsam getragen.

Für die Mitarbeit gibt es keine zeitlichen Vorgaben. Du entscheidest, wieviel Du Dich einbringst. Wie beim Mitgliedsbeitrag auch gibt es Mitglieder, die einen kleineren oder größeren Beitrag leisten können.

Die Menge eines Anteils ist so bemessen, dass ein bis zwei Erwachsene sich davon ernähren können (je nach Essgewohnheiten).
Einen Einblick in die Anteilsmengen bekommst Du hier.
Bitte beachte, dass die Anteilsmengen abhängig von der Witterung schwanken.

Dich interessieren die angebauten Kulturen? Dann wirf einen Blick in die Anbauplanung aus unserem Gartenjahr 2019-2020.

Wenn Du etwas aus der wöchentlichen Lieferung nicht magst oder es Dir vielleicht zuviel ist, bist Du dafür verantwortlich, Abnehmer zu finden.
Vielleicht freuen sich Deine Nachbarn oder Freunde darüber? Viele Depots haben auch eine Geschenkekiste. Wenn Du es hier reinlegst, können sich die anderen Depotmitglieder bedienen.

Du darfst es nur nicht einfach liegen lassen. Denn dann fühlt sich niemand zuständig und es vergammelt. In der Solawi wollen wir das Gemüse und die Arbeit derer, die es angebaut haben, wertschätzen.

Wenn Du Deinen Anteil nicht abholen kannst (z.B. weil Du im Urlaub bist), kannst Du in Deinem Depot rumfragen, ob jemand ihn übernehmen will.
Oder Du bittest Nachbarn oder Freunde, Deinen Anteil abzuholen. In dem Fall ist wichtig, dass Du den Leuten gut erklärst, was bei der Abholung zu beachten ist.
Der zweite Weg ist der bessere: So gewinnen wir meistens neue Mitglieder. 🙂

Ein wesentlicher Aspekt der Solidarischen Landwirtschaft ist die Planungssicherheit für unsere Bauern. Darum verpflichtest Du Dich als Solawi-Mitglied für ein ganzes Jahr.

Die Kündigung der Mitgliedschaft ist zum Ende des Gartenjahres (28.2.) möglich. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate.

Unterjährige Austritte sind jederzeit durch Stellung eines Ersatzmitglieds möglich, das Deinen Anteil übernimmt.

Im Moment wird unsere Ernte donnerstags abends an 9 Orten an unsere Mitglieder verteilt:

  • Ludwigshafen-Gartenstadt
  • Speyer
  • 6 Depots in Mannheim:
    Feudenheim, Wallstadt, Neckarstadt, Jungbusch, Lindenhof und Neckarau
  • Außerdem ist die Abholung auf dem Hof in Rödersheim-Gronau möglich.

Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Depots. Wenn Du also in Deiner Nähe eine Möglichkeit siehst, ein Depot einzurichten, kannst Du Deine Abholzeit stark verkürzen. 🙂
Ein Depot kann z.B. eine Garage sein, ein Unterstand, ein Schuppen, ein frei zugänglicher Kellerraum, …

Sehr gerne! Aktuell haben wir allerdings eine Warteliste. Fülle Deinen Mitgliedsantrag am besten gleich aus, dann informieren wir Dich, sobald ein Platz frei wird.

Mach jetzt mit!

Das neue Gartenjahr beginnt immer am 1. März. Wir nehmen zu diesem Zeitpunkt neue Mitglieder auf, sofern es freie Plätze gibt. Je früher du deinen Mitgliedsantrag ausfüllst und einreichst, desto besser können wir Anbau und Ernte planen.
Unterjährige Eintritte sind zum 1. Juli und 1. Oktober möglich.

Wenn Du noch Fragen hast, komm zu unserer nächsten Solawi-Einführung für Interessent*innen oder nimm mit uns Kontakt auf.

Wenn Du Dich zu unserem Newsletter anmeldest, bekommst Du eine Einladung zur nächsten Veranstaltung.

Du bist schon fest entschlossen? Dann fülle einfach den Mitgliedsantrag aus. Wir freuen uns auf Dich!